Wir Läufer kennen es: Training, Startlinie, Rennen, Ziel – ein Wettkampf gegen sich selbst oder die anderen.

Was ist aber, wenn man diesen Wettkampf nicht gegen andere Mitstreiter, nicht für eine persönliche Bestzeit läuft? Was ist, wenn man gegen die Natur läuft, genauer: Gegen die Sonne?

 

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BEAT THE SUN – ein Event der Superlative. Am 21. Juni, dem längsten Tag des Jahres, liefen 48 Athleten aus 23 verschiedenen Ländern und aufgeteilt in acht Teams gegen die Sonne. Mit insgesamt 140,1 Kilometern ging es in zwölf Etappen um den Mont Blanc. Jedes Team bestand aus drei Profiathleten sowie drei Freizeitläufern. Die Strecke war nicht nur für die Amateure eine große Herausforderung, auch die Profis mussten sich durch schwierige Trails unter nicht optimalen Wetterbedingungen kämpfen.

Timo und ich durften vom 19. bis zum 22. Juni 2016 die Bergluft rund um den Mont Blanc schnuppern, Trails erkunden und belaufen, tolle Menschen kennenlernen und das Event Beat the Sun erleben.

Da waren wir also: 21.Juni 2016 um 5:44 Uhr in Chamonix, Frankreich: die ultimative Challenge ist gestartet. Die Glocken ertönten – es ging los! Ein Mix aus Vorfreude und Aufregung stand in den Gesichtern geschrieben – nicht nur in den der Athleten. Jetzt ging es um eins: Werden die Teams den Wettlauf gegen die Sonne schaffen?

Online konnte das Rennen live mitverfolgt werden. Zudem waren wir an zwei Wechselpunkten sowie auf der achten Streckenetappe dabei, um die Läufer anzufeuern. Auf der Etappe sind wir selbst eine Teilstrecke gelaufen und das begleitet von Regen, Schnee, Windböen und am Ende Sonnenschein. Unterwegs kamen uns einige der Athleten entgegen und wir feuerten sie an. Besonders hier wurde uns so richtig klar, was Beat the Sun bedeutet, was für eine Herausforderung es ist.

IMG_0878Ganz besonders fieberten wir mit dem Team EUROPE CENTRAL mit, welches mit den ASICS Frontrunnern Charles Franzke und Dennis Pemsel
an den Start ging

Charles vertrat Deutschland als Profiathlet. „Es war super hart: Zwei Mal laufen an einem Tag, dann solche Strecken, es ging bergauf und bergrunter und das alles teilweise im hohen Schnee – das war wirklich sehr herausfordernd.“, so Charles nach seinem Rennen. „Auf 88% der Strecke haben wir niemanden um uns herum gehabt, wir waren komplett auf uns alleine gestellt und durften uns nicht verlaufen – das erforderte viel Konzentration.“

Im Ziel warteten wir alle auf die Schlussläufer der jeweiligen Teams. Die restlichen Gruppenmitglieder haben sich in der Zwischenzeit ebenfalls im Zielbereich eingefunden, um gemeinsam ins Ziel laufen zu können. 16 Stunden nach Startschuss kam das erste Team ins Ziel gelaufen: EUROPE NORTH gewann das Rennen sowohl gegen die Sonne als auch gegen die anderen Mitstreiter. Kurze Zeit später kam auch schon das zweite Team EUROPE SOUTH ins Ziel. Auch dieses konnte die Sonne schlagen. Unser Team EUROPE CENTRAL fand sich als drittes im Zielbereich ein. Leider kamen sie kurz nach Sonnenuntergang ins Ziel, aber nichtsdestotrotz haben wir zusammen gefeiert und uns gefreut, denn sie haben es geschafft und die Strecke hinter sich gebracht. Die Emotionen danach waren unbeschreiblich: die Teams lagen sich in den Armen, denn sie haben alles gegeben. Größten Respekt an alle Athleten – sie haben eine hervorragende Leistung gezeigt und sich bis zum Schluss durchgekämpft.

Wir werden das dort Erlebte noch lange in Erinnerung behalten und bedanken uns an dieser Stelle bei ASICS für diese wunderbaren Tage und Erlebnisse.

Manchmal kann man das alles aber doch nicht so in Worte fassen wie man gerne würde, deswegen folgen hier Highlight-Videos. Viel Spaß beim Gucken!

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