Vorab: Als ASICS Frontrunner habe ich die Möglichkeit bekommen, die neuen ASICS MetaRun Schuhe zu testen. Dieser Testbericht ist keiner, den ASICS beauftragt hat oder in welchem Vorgaben zur Berichterstattung gemacht worden sind. Schon vor meiner Zeit als Frontrunner war ich ausschließlich in ASICS Schuhen läuferisch unterwegs, sodass dieser Test im Vergleich zu anderen ASICS Modellen entstanden ist. Viel Spaß beim Lesen! Ich freue mich über jedes Feedback!

Vor einem Monat erreichte mich der MetaRun, ein von ASICS nach vier Jahren Forschung entwickelter, innovativer Laufschuh, der eine neu optimierte Leistungsfähigkeit durch bessere Stabilität, Passform, Dämpfung und geringeres Gewicht verspricht.

Schon die Verpackung sieht nicht so aus wie die gewohnten grau-blauen Schuhkartons von ASICS. Ich hielt einen schwarzen, mit goldenem Schriftzug versehenen Karton in den Händen und wollte direkt den Inhalt sehen. Die Schuhe sind in der weiblichen Version ganz schwarz  und mit rosé-goldenen Anteilen versehen, bei den Männern ist der Schuh schwarz mit gelb-gold.


OPTIK und ERSTER EINDRUCK

Optisch gesehen wirkt das Schwarze mit den goldenen Akzenten sehr edel und auffällig schlicht. Man ist es eher gewohnt sehr farbenfrohe Laufschuhe auf dem Markt zu sehen und könnte meinen, dass das Ganze beim ASICS MetaRun eher langweilig wirkt – genau deswegen sticht dieser da doch irgendwie heraus.

Genauer betrachtet fiel mir zunächst auf, dass das Obermaterial sehr weich ist. Ich verglich es direkt mit den ASICS GEL-Kayano 21 Schuhen, welche ich für längere Trainingsdistanzen nutze. Der ASICS MetaRun scheint vom Material her deutlich weicher verarbeitet worden zu sein. Beim Anziehen fühlen sich die Schuhe sehr komfortabel und gemütlich an. Bereits beim Stehen und Gehen ist das Weiche sehr bemerkenswert, man fühlt sich aber dennoch nicht wie in Latschen, denn der Fuß sitzt stabil im Schuh. Vor allem an der Mittelsohle merkt man, dass der ASICS GEL-Kayano 21 härter ist. Man hat im MetaRun ein ganz anderes Gefühl, die Sohle federt deutlich mehr zurück. Die Passform fällt auch direkt positiv auf – der Schuh liegt nicht zu eng und auch nicht zu weit an und die Zehen haben genug Bewegungsfreiheit.

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LAUFGEFÜHL

Ich startete zunächst mit einem fünf Kilometer langen Lauf zum Kennenlernen. Der erste Eindruck war gut und das Dämpfungssystem, besonders auf Asphalt, deutlich besser als gewohnt. Generell war das Laufgefühl ganz anders und für mich zunächst gewöhnungbedürftig.
Neu im Schuh ist das Adapt-Trusstic-System, welches sich automatisch der Pronation des Läufers anpasst und entsprechend stabilisiert. Beim Laufen hatte ich ein sehr stabiles Gefühl, welches auch bei längeren Läufen vorhanden geblieben ist. Spätestens ab dem zehnten Kilometer würde ich es merken, wenn ein Schuh nicht die entsprechende Stütze gibt. Im ASICS MetaRun hatte ich auch nach fünfzehn Kilometern kein verändertes Laufgefühl, es war weiterhin gut und es traten keine Beschwerden auf – so wie ich es beispielsweise von meinem geliebten ASICS GEL-DS Trainer 20 oder GEL-Kayano 21 kenne. Dort sind Überpronationsstützen eingebaut und im MetaRun schien sich die Stütze entsprechend angepasst zu haben. Da der ASICS MetaRun dann stützt, wenn man es braucht, sollte dies auch für Neutralläufer eine optimale Lösung sein, wenn sie erst nach einer länger gelaufenen Distanz mehr Stütze brauchen.

Der Schuh wirkt etwas flexibler und dynamischer als beispielsweise der ASICS GEL-Kayano 21 und gibt einem ein sehr komfortables Laufgefühl. Für ganz schnelle Läufe ist der ASICS MetaRun nicht ganz geeignet – es ist ein Trainingsschuh, der aber auch bei Erhöhung des Lauftempos genügend Halt in eher kurvigeren Bereichen gibt und welcher nicht zu weich dafür wirkt. Durch eine flexiblere Mittesohle macht der Schuh keinen starren oder laschen Eindruck – ganz im Gegenteil, er ist dynamisch und kompakt.

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FAZIT

Der ASICS MetaRun ist ein innovativer Schuh, der das Zusammenspiel von Dämpfung und Stabilität
wunderbar vereint und dementsprechend als ein sehr guter Laufschuh für Langstrecken dient. Das Laufgefühl ist einzigartig und zunächst gewöhnungsbedürftig, überzeugt aber schnell und gibt einem Sicherheit. Die Flexibilität eines Lightweight-Schuhs ist hier nicht gegeben, sodass ich die Schuhe für längere und langsame Läufe einsetze. Mit der optimalen Passform und zunehmend weniger Gewicht sticht der MetaRun hervor. Vor allem hinsichtlich längerer Trainingseinheiten gibt der Schuh einem ein durchweg gutes und stabiles Laufgefühl.

Preislich gesehen liegt der Schuh mit 250 Euro in der ganz oberen Preisklasse. Es ist im Vergleich zu anderen Schuhen sehr teuer, aber das ist immer eine subjektive Ansichtssache. Vergleichbare Laufschuhe mit den verschiedenen neuen, von ASICS entwickelten Innovationen sind auf dem Markt so nicht zu finden, sodass der Preis schwer zu bewerten ist. Eins ist klar, es ist kein Must-have, aber ein Luxusartikel, der gibt, was er verspricht.

Zukünftig sollte man sich darauf freuen, dass die Neuerungen und innovativen Eigenschaften auch in anderen ASICS Laufschuhmodellen eingebaut werden, sodass eine Weiterentwicklung auch schon länger bekannter ASICS Modelle zu erwarten ist.

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