Das für diesen Lauf eigentlich schon typische Regenwetter erwartete Timo und mich auch letzten Freitag beim Nachtlauf in Hamburg. Der Lauf ist ein Teil der durch SportScheck ausgetragenen größten Laufserie in Deutschland. Insgesamt gehören 20 Laufevents in verschiedenen Städten dazu.

Die Teilnahme am Hamburger Nachtlauf ist mittlerweile zu einer kleinen Tradition geworden, zum dritten Mal in Folge waren Timo und ich am Start. Was uns an diesem Lauf so reizt? Die Strecke führt um die wunderbare Außenalster – eine unserer Lieblingslaufstrecken in Hamburg.
Bei der Veranstaltung geht es entweder einmal (7,5 Kilometer) oder zweimal (15 Kilometer) um die Alster. Die Strecke führt auf Asphalt und planierten Sandwegen und trotz einiger Anstiege ist sie größtenteils flach. Statt einer Startnummer ist hierbei ein orangefarbenes Funktionsshirt oder wahlweise Singlet zu tragen. Bereits zum zweiten Mal werden die Textilien von ASICS gesponsert. Viele waren von dem erstmaligen Angebot eines Singlets begeistert, denn vor allem bei anderen Stadtläufen, welche teilweise bei hohen Temperaturen mittags stattgefunden haben, waren sie sehr nützlich. Ich habe wie jedes Jahr das Funktionsshirt genommen, da es beim Hamburger Nachtlauf bisher immer etwas kühler war. Die T-Shirts fielen dieses Jahr etwas kleiner aus, ein Umtausch war jedoch problemlos möglich.

Timo startete um 20 Uhr beim 15km-Lauf. Das Schöne hierbei ist, dass die Läufer nach einer Runde an allen Zuschauern im Start/Ziel-Bereich vorbeilaufen. Als Timo an mir vorbeirannte verriet mir ein Blick auf die Uhr, dass er auf Bestzeit-Kurs war. Direkt habe ich mich in den Zielbereich begeben, um nichts zu verpassen. Nach 1:03:23h ist er im Ziel angekommen und hat somit eine neue persönliche Bestzeit auf dieser Distanz aufgestellt. Leider ist bei der Strecke das Feeling eines Nachtlaufes noch nicht ganz geboten, denn auch bei seinem Zieleinlauf war es hell draußen.

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Jetzt war ich dran, auch ich wollte eine neue Bestzeit in Angriff nehmen. Bisher bin ich jeden Wettkampf mit Musik gelaufen, doch dieses Mal sollte es anders sein: bereits auf dem Weg zur Laufveranstaltung bemerkte ich, dass mein iPod nicht richtig aufgeladen war und so musste ich zum ersten Mal ohne Kopfhörer an den Start gehen. Zehn Minuten vor dem 7,5km-Lauf hat es dann auch noch ordentlich angefangen zu gießen. Sowohl Läufer als auch Zuschauer versuchten sich unter Bäumen und Regenschirmen trocken zu halten. Irgendwann wurde es für uns Läufer allerdings egal und so haben wir uns fünf Minuten vorher in den Startbereich begeben. So eine Regendusche habe ich vor einem Lauf bisher noch nicht erlebt. Pünktlich zum Startschuss um 22 Uhr hörte der Regen glücklicherweise auf und es ging los. Während des Laufes wurde es immer dunkler. Die Strecke war größtenteils gut beleuchtet, führte aber auch durch dunklere Abschnitte. Nach 33:47 Minuten bin ich im Ziel mit einer neuen Bestzeit angekommen. Die Freude war groß, denn kurz vor dem Start habe ich angesichts der regnerischen und musiklosen Bedingungen an einer neuen Bestzeit gezweifelt.

An dem Abend habe ich festgestellt, dass das Laufen ohne Musik auch seine Vorteile hat. Bisher war ich davon überzeugt, dass ich mit Musik besser und schneller laufen kann, da sie mich puscht und mir gleichzeitig gute Laune verschafft. Ohne Musik war ich jedoch etwas konzentrierter, hörte meinen eigenen Atem und konnte das Tempo besser steuern. Egal ob mit oder ohne Kopfhörer: Der Spaß war bei diesem Event mal wieder sehr groß und im nächsten Jahr sind Timo und ich ganz sicher wieder am Start!

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